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freitag :: 13 juni, 2003
   
 
Blickrichtung: Wie das Gehirn Emotionen wahrnimmt

Ob jemand Sie direkt anschaut oder nicht, wenn er verärgert ist oder Angst hat, hat direkte Auswirkungen darauf, wie Ihr Gehirn solche Ausdrücke deutet, sagt eine Forschergruppe aus Dartmouth. In ihrer Studie fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Blickrichtung des Gegenübers die Art und Weise beeinflusst, wie Ihr Gehirn auf Furcht oder Zorn reagiert. Vor allem die Amygdala, der Bereich des Gehirns, der die Emotionen reguliert, nimmt potentielle Bedrohungen war und steuert emotionales Verhalten.

Die Studie, die am 6. Juni im Magazin "Science" veröffentlicht wurde, zeigt, dass beim Betrachten von Bildern verärgerter Gesichtsausdrücke, Menschen erhöhte Aktivität im Bereich der Amygdala zeigen, wenn die verärgerte Person auf dem Foto wegschaut. Der Ausdruck von Angst dagegen bewirkt erhöhte Amygdalatätigkeit, bei direktem Blickkontakt. In dieser Studie wurde nach Ansicht der Autoren erstmals gezeigt, dass die Blickrichtung ein wichtiges Signal bei der Wahrnehmung von Gesichtsausdrücken ist.

"Manche Leute könnten überrascht sein, zu erfahren, dass die Amygdala am stärksten reagierte, wenn Bedrohungshinweise uneindeutig waren", sagt Reginald Adams, Chefautor des Artikels. "Dies könnte darauf hinweisen, dass die Amygdala dann erhöhte Bedrohung wahrnimmt, wenn die Situation uneindeutig ist, oder dass sie stärker arbeiten muss, um den unklaren Umständen im Zusammenhang mit einer Bedrohung einen Sinn zu geben. Diese Entdeckungen heben die Wichtigkeit der Blickrichtung für zukünftige Untersuchungen hervor, wenn untersucht werden soll, wie Emotionen wahrgenommen und verarbeitet werden", sagt Adams.

Die weiteren Autoren sind Heather Gordon, Abigail Baird, Nalini Ambady und Robert Kleck. >aus *How the brain perceives emotion. Be careful where you look when emotional, it will make a difference in how others perceive your emotion*. 5. Juni 2003.

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